Über mich

Zur Person
Haltung
Grundlagen und Quellen
Vergangenheit
Aktuelles
Zukunft
Kontaktdaten

Zur Person

Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns. (Eugène Ionesco)
Inzwischen gehöre ich zur „Generation 50+“ (Jahrgang 1964).

Ich bin ein Familienmensch. Meine Frau Brigitta und ich sind seit über 30 Jahren ein glückliches Paar. Wir haben in dieser Zeit viel voneinander gelernt und viele Veränderungen gemeinsam erlebt.
Unsere Kinder Paul (2003), Thomas (2006), Luisa (2009) und Albin (2011) sind meine größte Freude. Und unsere wichtigste Aufgabe ist es, sie auf ihren Wegen zu Wert-vollen und reflektierten Erwachsenen zu begleiten und zu unterstützen.

Im Privatleben fasziniert mich eine menschliche Eigenart ganz besonders: Unser permanentes Spannungsfeld zwischen Eigenständigkeit und dem Wunsch nach erfüllten Beziehungen zu anderen Menschen.

Ich bin süchtig nach Büchern. Belletristik oder Sachbücher? Belletristik und Sachbücher. „Wir haben nicht nur die Wale, die Mönchsrobben und die Bären in den Abruzzen zu retten, sondern auch die Bücher.“ (Umberto Eco, Die Kunst des Bücherliebens)
Irgendwann in meinem Leben wird einmal Zeit sein, mich dem literarischen Schreiben zu widmen.

Haltung

Balance

Balance ist mir gerade in ambivalenten Situationen wichtiger als richtig oder falsch. In der Beratung ist das oft die Balance zwischen Effektivität (die richtigen Dinge tun) und Effizienz (die Dinge richtig tun).

Ressourcen- und Lösungsorientierung

Meine Aufgabe ist es nicht, vermeintlichen Defizite bei den Menschen, mit denen ich arbeite, zu finden oder gar zu beheben. Stattdessen kann ich darauf vertrauen, dass wir alle in unseren Arbeitsfeldern ein hohes Maß an Wissen, Erfahrung und Intuition mitbringen. Meine Aufgabe liegt darin, diese Ressourcen besser sichtbar und greifbar zu machen.

Verantwortung als Berater

Meine Verantwortung beschränkt sich auf den Beratungsprozess. Die Verantwortung für Inhalte und Entscheidungen ist und bleibt bei meinen Kunden. Damit grenze ich mich klar von jeder direktiven Beratung ab.

Konstruktivismus

Ich strebe nicht danach, eine „objektive Wahrheit“ zu suchen. Aus meiner Sicht gibt es in der menschlichen Zusammenarbeit fast nie so etwas wie Objektivität. Meine eigenen Beobachtungen – ebenso wie die aller anderen – sind ebenso subjektiv wie die daraus konstruierten Wirklichkeiten und Wahrheiten.

VUKA-Welt

Kennen Sie diesen Begriff, oder das sehr empfehlenswerte Buch „Die vierte Kränkung“ von Barbara Guwak und Matthias Strolz? Siehe www.amazon.de/Die-vierte-Kränkung-zurechtfinden-Gesellschaft/dp/3902729988

VUKA steht für

  • Volatil
  • Unsicher
  • Komplex
  • Ambivalent

Für mich heißt das, dass Planbarkeit und Vorhersagbarkeit oft nur graue Theorie sind. Für die Praxis im 21. Jahrhundert brauchen wir stattdessen ein flexibles, agiles Vorgehen in kleinen Schritten und dazu viele Feedback-Schleifen.

Agilität und iteratives Vorgehen

Gerade bei hoher Komplexität (siehe VUKA) zeigt sich die Stärke eines iterativen Vorgehens. Die Arbeit an einem überschaubaren „Prototypen“ ermöglicht rasch Reflexion und Feedback, und damit das Nachsteuern für den nächsten Schritt.

Zu oft konnte ich erleben, dass umfassende Top-Down-Planung und detailliertes Festlegen weit entfernter Ziele sich ebenso wenig bewähren wie das Denken in (scheinbar) einfachen kausalen Zusammenhängen.

Differenziertes Führungsverständnis

In mehr als 20 Jahren eigener Führungserfahrung sowie in der früheren Beratungs- und Projektarbeit mit zahlreichen Führungskräften konnte ich mir viel praktisches Führungswissen und Handwerkszeug aneignen.
Die Qualität einer Führungskraft zeigt sich für mich besonders in folgenden Aspekten:

  • Führen als Dienstleistung: Stärken, Ermächtigen, Dinge möglich machen, Mitarbeiter so in die Eigenverantwortung bringen, dass sie sich möglichst selbst führen.
  • Wertschätzung, Achtsamkeit und positive Fehlerkultur.
  • Halt in Krisen und schwierigen Situationen geben: Mut und Stärke zeigen, Entscheidungen treffen und dafür die volle Verantwortung übernehmen, Werte vertreten, Mitarbeiter schützen und für sie sorgen.
  • Führung „auf Augenhöhe“: Zuhören, Partizipation und gemeinsame Entscheidungen ermöglichen (z.B. Soziokratie praktizieren); Klarheit schaffen, in welchen Situationen welches Entscheidungsprozedere gilt: a) Das entscheide ich allein. b) Das entscheiden wir gemeinsam.
  • Konstruktiver Umgang mit Veränderungen: Einsicht, dass Veränderung nicht die Ausnahme, sondern ein Dauerzustand ist; aus diesem Blickwinkel permanenter Fokus auf die verschiedenen Aspekte der Veränderung.
    Als Coach von Führungskräften bemühe ich mich, diese auf ihrem eigenen Weg zu begleiten, und ihnen nicht mein Führungsverständnis überzustülpen.
  • Emotionen zulassen und wertschätzen: Last but not least: Eine zentrale Aufgabe des Beraters ist es, „Räume“ für Beziehung, für Emotion und persönlichen Austausch zu schaffen.

Grenzgänger

Ich verstehe mich als Grenzgänger zwischen Zivilgesellschaft und Wirtschaft.

Je länger ich in beiden Welten unterwegs bin, umso mehr Dinge entdecke ich, die sie jeweils von der anderen Seite lernen können. Ganz besonders trifft das auf meine Schwerpunktthemen Entscheiden und Führen zu.

Grundlagen und Quellen

Ganzheitliche Organisationsentwicklung

Genuine ContactTM Beratungsansatz (c) Birgitt and Ward Williams
Der Genuine Contact Beratungsansatz besteht darin, Menschen ganzheitlich zu verstehen und anzusprechen. Damit kann die Organisation das gesamte – in den Menschen steckende – Potenzial freisetzen und auf die große gemeinsame Aufgabe fokussieren. Ganz bewusst werden Rahmenbedingungen gestaltet, in denen Mitarbeiter sich freiwillig mit hoher Energie und Identifikation einsetzen.
Kurze Beschreibung des Genuine Contact Ansatzes von Birgitt Williams (Übersetzung: Conrad Thimm) mit praktischen Anwendungsbeispielen:
Genuine-Contact

Supervision und Coaching gemäß ÖVS-Richtlinien

Mitglied der Österreichischen Vereinigung für Supervision und Coaching (ÖVS).
ÖVS-anerkannte Berater und Beraterinnen stehen für Professionalität, Verantwortung und Vertrauen.
www.oevs.or.at/die-oevs/qualitat

Soziokratie

Zertifizierter Soziokratie Berater (CSE – Certified Sociocracy Expert)
Mitgründer und Partner imKonsent – die Soziokratieberatung OG
www.imkonsent.at

Soziokratie ist eine Organisationsform, mit der Organisationen verschiedener Größe – von der Familie, über Unternehmen und NGOs bis zum Staat – konsequent Selbstorganisation umsetzen können. In ihrer modernen Fassung basiert sie auf Erkenntnissen der Systemtheorie. Ihr Hauptziel besteht in der Garantie einer Untergrenze für soziale Sicherheit, weil ein Ignorieren von Bedürfnissen strukturell vermieden wird. Die Mitglieder einer Organisation entwickeln Mitverantwortung kollektiver Intelligenz sowohl für den Erfolg der Organisation als Ganzes als auch für jeden Einzelnen.

Was mich an der Soziokratie am meisten fasziniert: sie eignet sich sowohl für klassisch hierarchische Unternehmen als auch für zivilgesellschaftliche, basisdemokratische Gruppen. Beiden ermöglicht sie Entscheidungen höherer Qualität mit mehr Partizipation, Identifikation und Vertrauen.

www.soziokratiezentrum.org
de.wikipedia.org/wiki/Soziokratie

AFNB – Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement

Neurowissenschaftliche Erkenntnisse für Trainer, Berater und Coaches, eine Brücke von der Wissenschaft in die Wirtschaft. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Ansätze über die Funktions- und Arbeitsweise unseres Gehirns für die Entwicklung unserer Fähigkeiten und Leistungen, praxisorientiert aufbereitet für Beratung, Coaching und Weiterbildung. Infos siehe www.afnb.at

Vergangenheit

Lass dir von der Vergangenheit nicht das Leben diktieren. Aber lass sie dir für die Zukunft einen guter Ratgeber sein. (Chinesische Weisheit)

Meine primäre Ausbildung war die HTL Mödling, Nachrichtentechnik & Elektronik (Matura 1983). Ganz selbstverständlich sofort Berufseinstieg als Elektronik-Entwickler (Hard- und Software). Einige Zeit berufsbegleitend Studium der Betriebsinformatik; bis ich schließlich doch die Praxis wesentlich anziehender finde als viel technische Theorie.

Wesentliche berufliche Schritte

Elektronik-Entwickler und -Konstrukteur: neben den damals spannenden technischen Herausforderungen (16-bit Mikroprozessoren, Programmieren in Assembler, Leiterplatten-Design mit CAD-Software auf 286er PCs) erste Kontakte zu Anwendern und Monteuren, sowie „Feuerwehr“-Einsätze bei Inbetriebnahmen und technischen Problemen.

IT-Beratung, Verkauf und Implementierung von PCs, Software, Netzwerken: Ich finde es lehrreich, aber äußerst mühevoll, in einem sich rasch entwickelnden Markt viele unterschiedliche Dinge anzubieten und umzusetzen. Langsam entwickelt sich der Wunsch, stattdessen auf eine Sache zu fokussieren und darin richtig gut zu werden.

ERP-Software, Anpassung und Implementierung von Warenwirtschafts- und Rechnungswesen-Software: Es ist möglich, innerhalb von zwei Jahren vom Anfänger zum anerkannten Experten zu werden; innerhalb von fünf Jahren von der One-Man-Show aus eigener Kraft auf 20 MitarbeiterInnen zu wachsen, große Projekte gut durchzuführen und erste Führungserfahrung aufzubauen. Im Rückblick sehe ich mich dabei vor allem als Dolmetscher zwischen Anwendern und IT-Spezialisten, als kritischen Erforscher und Gestalter von Geschäftsprozessen und IT-Systemen. Der Zusammenschluss meiner Firma mit mehreren Partnern gibt Sicherheit und entlastet mich; schafft auch neue Herausforderungen durch das notwendige Vereinigen unterschiedlicher Firmenkulturen.

Fokussierung auf ERP für Finanzdienstleister, Leasinggesellschaften und Banken: Neue spannende Herausforderungen und Anerkennung als Projektleiter und Berater, oft in Deutschland, Schweiz und anderen Ländern. Nach einiger Zeit finde ich es nicht mehr so cool, dauernd im Flugzeug unterwegs zu sein und in Hotels zu schlafen. Immer stärker werdender Druck und Sinnkrise bei manchen Kunden wirken auch auf mich.

Auszeit und Ausstieg aus der IT- und Finanz-Branche. Neuorientierung, Ausbildungen Supervision & Coaching, Organisationsentwicklung, Soziokratie: Neue Orientierung und Stabilität, gemeinsam mit dem zivilgesellschaftlichen Engagement führen zu einem veränderten Menschenbild und einer ganz anderen Haltung im persönlichen Umgang.

Im Rückblick fällt mir auf, dass es bisher immer etwa sieben Jahre in einem Tätigkeitsfeld waren, dann begann jedes Mal etwas Neues.

Aktuelles

Ich habe festgestellt, dass ich nicht fünf Tage pro Woche als Berater arbeiten kann und will. Daher arbeite ich im Schnitt 2-3 Tage pro Woche als Berater und die übrige Zeit in meiner Werkstatt für individuelle Elektromobilität, siehe www.lnxmobil.at

Zukunft

The Stone Age did not end because we ran out of stones. (Tony Seba, www.tonyseba.com)
Siehe Google Books, Clean Disruption of Energy and Transport

Unsere nahe Zukunft wird mehr, drastische und schnellere Veränderungen bringen als die letzten Jahrzehnte.

  • Wir haben eine komplexe Welt geschaffen, die wir kaum mehr überblicken oder steuern können.
  • Das Zeitalter fossiler Brennstoffe wird schneller zu Ende gehen, als viele Experten es erwarten.
  • Technologische Entwicklungen werden Arbeitswelt und Sozialsysteme in vielen Bereichen völlig umkrempeln.
  • Unternehmen und Menschen müssen sich immer wieder neu erfinden, klassische lebenslange Erwerbsbiografien wird es immer seltener geben.
  • Zivilgesellschaft und „Social Business“ übernehmen immer mehr wichtige Aufgaben.

Wir brauchen neue Formen von Zusammenarbeit und Führung.

Kontaktdaten

+43 680 5011016
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www.helmut-friedl.at
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